Auf meinen Wegen begegnen mir Almbauern, Forstleute, Bergretter, Handwerker, Kletterinnen und Kletterer. (Foto: Knut Kuckel)

Persönliches

»Mensch am Berg« – Leben im alpinen Raum

In „Mensch am Berg“ möchte ich die Lebenswelt der Menschen beschreiben, die am Berg leben und arbeiten. Dazu gehört auch die regionale Almwirtschaft. Manche Alm- oder Bergbauern geben auf.

Aus den unterschiedlichsten Gründen. Damit verschwindet ihre Kultur und mit ihr die Geschichten, die ich über einen bestimmten Zeitrraumbewahren und erzählen möchte. Dehalb arbeite ich an Erzählungen aus meiner Zeit am Mieminger Plateau in Tirol und in Bayern. Dort konnte ich in mehr als zwei Jahrzehnten erleben, wie junge Menschen erwachsen werden und die Arbeit ihrer Vorfahren übernehmen. Manche meiner „Menschen am Berg“, haben uns inzwischen für immer verlassen.

Sie alle leben weiter. Wenn wir das möchten. In ihren Geschichten, ihren Familien – in der gewachsenen Kulturlandschaft, die alle gemeinsam gestaltet haben. Die meisten über Generationen verwurzelt in Tirol.

Auf meinen Wegen begegnen mir Almbauern, Forstleute, Bergretter, Handwerker, Kletterinnen und Kletterer.

In „Mensch am Berg“ finden wir alle bislang veröffentlichten Beiträge aus „Almenland Miemingerg“ und mehr.

Freilichtbühne Seebenalm – Almvieh und Wanderer auf Augenhöhe

Mit dem Blick des Fotografen versuche ich Geschriebenes ins Bild zu setzen. Wenn es gelingt, erzählen meine Bilder ihre eigenen Geschichten. Geschichten und Erlebnisse sind im besten Fall für die Leserinnen und Leser meiner Beiträge das berühmte Kino im Kopf.

Ich schreibe in meiner, mir eigenen Sprache. Um verstanden zu werden und mit Respekt vor den Menschen, die mir begegnen.

Fotografie ist für mich eine Form der konzentrierten Betrachtung. Zwischen Distanz und Nähe. Bis sich der Moment einstellt, der zum Klick auf den Auslöser führt, bin ich oft stundenlang unterwegs.

Ausdrucksstark sind viele Fotos, wenn sie Teil meiner Geschichten sind. Sie entstehen vor dem Fotografieren im Kopf, sind Teil der Gedanken.

Darunter ist nicht immer das Foto des Tages, denn zum Einstieg in meine Geschichten, ersetzen Fotografien nur persönliche Notizen. Die Bilder dokumentieren meine Erzählungen.

Manchmal schafft es ein Foto in die Zeitung oder in andere Medien. Das ist aber nicht mein Ziel beim Fotografieren.

Ich fotografiere gerne von unterwegs, stets in dem Bewusstsein, Ereignisse und Begegnungen nur an der Oberfläche zu erfassen.

So ist das auch mit interessierten Wegbegleitern, die mir etwa beim Betrachten meiner Aktivitäten über die Schulter schauen.

Der Herausgeber:

Radiojahre in Hessen – Start ins digitale Informationszeitalter